Wednesday, July 22. 2009
Gunslinger Girl Vol. 1 – Yu Aida (Manga)
Sprache: Deutsch
(Originalsprache): Japanisch
Seiten: 176
Verlag:Ehapa Comic Collection – Egmont Manga & Anime
ISBN: 978-3-770-46260-5
Inhalt:
In Italien herrscht ein geheimer Krieg zwischen Terroristen, den „Republikanern“, und der Regierung. Um einen Sturz der Regierung durch die Republikaner zu verhindern wurde die „Staatliche Gesellschaft für soziale Wohlfahrt“ eingerichtet. Diese Organisation arbeitet unter dem Deckmantel einer Wohlfahrtsorganisation und bekommt so das Sorgerecht über Mädchen, die schwere seelische und körperliche Schäden erlitten haben. Diese Mädchen wurden zu Cyborgs umgewandelt und einer Gehirnwäsche, der Konditionierung, unterzogen, um zusammen mit ihren erwachsenen Partnern gegen den Terrorismus in Italien vorzugehen.
Jedes dieser Mädchen hat sein eigenes tragisches Schicksal und seine eigenen Probleme, mit denen es zu kämpfen hat.
Über den Autor:
Englischer Wikieintrag zur Autorin
Meine Meinung:
Im ersten Band des Mangas werden drei der Gunslinger Girls und ihre erwachsenen Begleiter vorgestellt. Dies geschieht anhand von kurzen Episoden aus ihrem Leben und Einsatz-Alltag. Dann folgen noch zwei zusammenhängende Kapitel über einen mysteriösen Mordfall an einem Cyborg-Mädchen und seinem Betreuer.
Alle Geschichten durchzieht eine gewissen Melancholie und Tiefgründigkeit. Das wird auch durch die zahlreichen und langen Dialoge unterstrichen. Der Action-Faktor und Gewalt treten gar nicht so deutlich hervor, auch wenn es in einigen Szenen zu Schusswechseln und Todesfällen kommt.
Yu Aidas Zeichenstil hat mir sehr gut gefallen. Ich finde ihn sehr unkompliziert und angenehm zum Anschauen. Es gibt, außer in atmosphärischen Momentaufnahmen, nicht zu viele Details, aber trotzdem ist ihr Stil nicht als übermäßig schlicht anzusehen – eigentlich eine gute Mischung aus Detailreichtum und situationsbedingter Schlichte (z.B. bei Kampfszenen).
Immer wieder wird auf Ethik und Moral angespielt, die teilweise in der Welt der Gunslinger Girls unterzugehen scheint und wie die Mädchen dies scheinbar mit sich selbst vereinbaren.
Ein sehr schöner Manga, der fesselt und neugierig auf weitere Teile macht.
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Friday, July 10. 2009
Unheimliche Geschichten – Edgar Allan Poe
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Seiten: 399
Verlag: Weltbild
ISBN:978-3868001389
Inhalt:
Sammelband „Unheimliche Geschichten“ enthält 22 Kurzgeschichten von E.A. Poe. Darunter befinden sich auch bekanntere Grusel-Werke von Poe wie z.B. „Der schwarze Kater“ (teilweise auch „Die schwarze Katze“ genannt), „Im Strudel des Malstroms“ und „Der Untergang des Hauses Usher“. Aber auch zwei Detektiv-Geschichten über den hobbymäßigen Ermittler Dupin finden sich in diesem Sammelband („Der Doppelmord in der Rue Morgue“ und „Der entwendete Brief“).
Die Geschichten werden immer wieder begleitet von Illustrationen von Beate Brömse.
Über den Autor :
Poe wurde am 19.01.1809 in Boston als Sohn von Schauspielern geboren. Er verwaiste schon im Alter von 10 Jahren. 1826 begann er ein Studium an der University of Virginia. 1827 kam er zum Militärdienst, von dem er 1831 entlassen wurde. 1838 heiratete er seine Cousine Virgiania Clemm, die 1847 starb und ihn hilflos zurückließ. Poe lebte in bitterer Armut und starb am 07.10.1849 in Baltimore unter nicht geklärten Umständen.
Quelle:Projekt-Gutenberg.de
Meine Meinung:
„Unheimlich Geschichten“ besticht schon durch sein Äußeres. Die vordere Seite des Umschlags ziert eine Illustration von Beate Brömse, ein Schloss in einem See, umrankt von düsteteren Ästen.
Solche interessanten Illustrationen ziehen sich durch das ganze Buch und zu jeder Geschichte gibt es mindestens eine.
Zu dem Inhalt der Geschichten möchte ich gar nicht viel sagen. Die meisten haben mir ziemlich gut gefallen. Poe schafft es allein durch das Erschaffen einer schaurigen Atmosphäre gute Gruselstimmung zu erzeugen.
Von der Story gab es Geschichten die mir sehr gut gefallen haben, einige eher mittelmäßige, aber auch ein zwei die dann doch eher ein Abklatsch / eine Wiederholung einer vorheringen Geschichte waren. Alles in allem eine bunte Mischung (wie wohl in jeder Kurzgeschichtensammlung).
Der Übersetzerin Hedda Eulenberg muss ich mein Lob aussprechen, da sie die poetische Ausdrucksweise Poes auch im Deutschen beibehalten hat, was der Atmosphäre der Geschichten sehr gut getan hat.
Da leider nicht alle Geschichten so interessant/spannend waren, würde ich das Gesamtwerk eher im Mittelbereich einordnen, obwohl durchaus auch sehr gute Geschichten zu finden waren und die Illustrationen dem Buch das gewisse Etwas gegeben.
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Thursday, June 11. 2009
Die Novizin – Trudi Canavan
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
englischer Titel: The Novice
Seiten: 604
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-24395-2
Inhalt:
Im zweiten Teil von Trudi Canavans Magier-Trilogie wird Soneas Leben als Novizin der Magiergilde geschildert. Da sie ein Mädchen aus dem Hüttenviertel, dem Stadtteil der Armen und Diebe kommt, hat sie es sehr schwer Anschluss bei ihren Mitschülern zu finden. Besonders der arrogante Regin spielt Sonea immer wieder übel mit und verbreitet gemeine Gerüchte über sie. Soneas Mentor Rothen gibt sich alle Mühe, Sonea beizustehen, doch dann wird den beiden das Geheimnis des Hohen Lords, das Sonea durch Zufall entdeckt hat zum Verhängnis und Soneas Alltag scheint sich noch zu verschlimmern…
Über den Autor:
Trudi Canavan wurde 1969 im australischen Melbourne geboren. Sie arbeitete als Grafikerin und Designerin für verschiedene Verlage und begann nebenbei zu schreiben. 1999 gewann sie den Aurelias Award für die beste Fantasy-Kurzgeschichte.
Ihr Debütroman, der erste Band der „Gilde der schwarzen Magier“ wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und ist inzwischen zu einem spektakulären internationalen Bestseller-Erfolg geworden.
Mehr über die Autorin:
(aus dem Klappentext entnommen)
Meine Meinung:
„Die Novizin“ beginnt ein paar Monate nachdem Sonea sich entschlossen hat, der Magiergilde beizutreten. Schon bei der Aufnahmezeremonie wird klar, dass Sonea es mit ihren neuen Mitschülern schwer haben wird, denn sie trifft auf Misstrauen und Arroganz. Immer wieder wird sie schikaniert.
Dieses Szenario kennt man ja aus einigen Jugendbüchern und Fantasybüchern, die in einer Schule spielen. Was mich an diesem Buch begeistert hat, ist Soneas Entschlossenheit und ihr Mut sich von den anderen nicht fertig machen zu lassen und Stolz zu beweisen. Sie versucht selbstständig ihre Situation zu verbessern, allerdings ohne die Regeln zu verletzen (wie es ja in manch anderem Buch passiert), denn Sonea ist klug genug, um zu wissen, dass ein Regelbruch das ist, was alle von ihr erwarten würden.
Sonea entwickelt sich zu einer starken und selbstbewussten Figur, die nicht nur ihr eigenes Wohl im Sinn hat und so gut wie immer mit einem wachen Geist und Klugheit gegen ihre Mitschüler auftrumpfen kann. Dadurch wurde sie mir im Laufe des Buches sehr sympathisch und die Geschichte war dadurch umso fesselnder.
Wie schon im ersten Band ist das Buch in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten wird von Soneas „Kampf“ mit ihren Mitschülern geschildert und im zweiten kommt ein Wendepunkt in der Geschichte, der den Leser dazu animiert weiterzulesen und neue Schwung mit sich bringt.
Ebenfalls enthält „Die Novizin“ einen ständigen Perspektivwechsel. Diesmal wechseln sich Soneas Geschichte (aus Sicht Soneas und Rothens) und die Geschichte von Dannyl, dem neuen Botschafter der Gilde in Elyne, ab. Dadurch, dass die beiden Geschichten durch einige Gegebenheiten verknüpft sind und beide ein gewisses Spannungspotenzial haben, wollte ich das Buch fast gar nicht aus der Hand legen. Immer wieder wollte ich wissen, wie es in mit den beiden Erzählsträngen weitergeht und wann sie wieder aufeinander treffen.
„Die Novizin“ ist auf jeden Fall eine sehr gelungene Fortsetzung von „Die Rebellin“ und kann eindeutig mit dem Vorgängerband mithalten.
Tuesday, May 26. 2009
One Piece (Manga) – Eiichiro Oda
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Japanisch
japanischer Titel: One Piece: Taose! Kaizoku Gyanzakku
von mir gelesene Bände: 1-36
Bände insgesamt: bis jetzt 53 + 5 Sonderbände
Verlag: Carlsen
Inhalt:
Als der Piratenkönig Gold Roger (oder Gol D. Roger) von der Marine hingerichtet wird, verkündet er, dass er irgendwo auf der Grand Line, einem sehr gefährlichen Ozeanabschnitt, einen riesigen Schatz versteckt hat. Wer diesen Schatz findet wird der neue Piratenkönig. So machen sich zahlreiche Piraten auf, um den legendären Schatz, das One Piece, zu finden.
Auch Ruffy, ein Junge mit Gummi-Kräften (durch den Verzehr einer Teufelsfrucht erlangt) macht sich auf den Weg, das One Piece zu finden. Auf seinem Weg findet er neue Freunde und baut sich so eine recht schlagkräftige Crew auf, die zusammen immer wieder neue gefährliche und spannende Abenteuer bestehen muss. Dabei hat jeder sein ganz persönliches Ziel vor Augen, das er mithilfe seiner Freund und mit starker Willenskraft erreichen will.
Über den Autor:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eiichiro_Oda
Meine Meinung:
Schon den Anime zu One Piece habe ich vor einiger Zeit geradezu verschlungen und war schon ein bisschen enttäuscht als er nicht mehr fortgeführt wurde (zurzeit zeigt RTL 2 eine Wiederholung). Vor ein paar Monaten hat mein Freund dann bei Ebay ein ganzes Manga-Paket ersteigern können. Enthalten waren Band 1-36.
Es war sehr schön, wieder in die Welt von Ruffy und Co. Eintauchen zu können und alle Abenteuer nochmal aufzufrischen. Dabei fällt positiv auf, dass die Kämpfe im Manga deutlich kürzer ausfallen als im Anime und, dass noch mehr Wert auf eher komische Effekte und Hintergrundstory gelegt wurde.
Die Dialoge sind humorvoll, wenn auch manchmal etwas albern
Es gibt aber auch Sequenzen, wo weniger geredet, aber viel gekämpft wird.
Eiichiro Odas Zeichenstil ist sehr gut ausgefeilt und oftmals sehr detailverliebt (Landschaft und kleinere Details).
Was einem nach 36 Bänden schon auffällt ist, dass sich die Kämpfe von der Struktur her doch sehr ähnlich sind. Irgendwann fragt man sich auch: „Wie stark sollen die Gegner denn noch werden?“ Zwischenzeitlich war ich von dem Gekloppe doch ein bisschen angenervt.
Doch Eiichiro Oda baut auch immer wieder unerwartete Wendungen und andere Probleme als überstarke Gegner ein, was für die vielen Kämpfe dann doch irgendwie entschädigt.
Gut finde ich, dass versucht wird Werte wie Willensstärke, Freundschaft und Selbstvertrauen hervorzuheben.
Irgendwann werde ich die Reihe sicherlich weiterlesen. Allerdings erst, wenn es wieder so ein günstiges Angebot gibt. Denn bei 5€ pro Band (mit 200-250 Seiten) kann es doch schon ziemlich teuer werden, diese Reihe zu verfolgen. Vorallem da sie mit ihren momentan 53 Bänden immer noch nicht abgeschlossen ist.
Tuesday, May 26. 2009
Die Rebellin – Trudi Canavan
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
englischer Titel: The Magician’s Guild
Seiten: 543
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442243945
Inhalt:
Sonea ist ein Mädchen aus dem Hüttenviertel, dem ärmsten Teil der Stadt Imardin. Am Tag der jährlichen Säuberungen, an dem die ärmeren Bürger sowie Bettler und Obdachlose aus den inneren Bereichen der Stadt vertrieben werden , schließt sie sich einer Gruppe Jugendlicher an, die Steine auf die Magier werfen, die jedes Jahr die Säuberungen durchführen. Wie immer prallen alle Steine vom Schutzschild der Magier ab. Als Soneas Stein wie durch ein Wunder den eigentlich undurchdringlichen Schild passiert und einen Magier am Kopf trifft, wird man auf Sonea aufmerksam.
Eine abenteuerliche Suche nach dem Mädchen beginnt, denn die Zeit bis Sonea die Kontrolle über ihre vorher unentdeckten magischen Fähigkeiten verlieren wird ist knapp bemessen.
Über den Autor:
Trudi Canavan wurde 1969 im australischen Melbourne geboren. Sie arbeitete als Grafikerin und Designerin für verschiedene Verlage und begann nebenbei zu schreiben. 1999 gewann sie den Aurelias Award für die beste Fantasy-Kurzgeschichte.
Ihr Debütroman, der erste Band der „Gilde der schwarzen Magier“ wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und ist inzwischen zu einem spektakulären internationalen Bestseller-Erfolg geworden.
Mehr über die Autorin: www.trudicanavan.com
(aus dem Klappentext entnommen)
Meine Meinung:
Dieses Buch hat schon ewig bei mir gesubbt, aber nachdem ich es gelesen habe, kann ich gar nicht mehr nachvollziehen warum.
Trudi Canavan hat eine sehr interessante Fantasy-Welt geschaffen (auch wenn sie sich bis jetzt eigentlich nur auf die Stadt Imardin beschränkt hat). Ihre Charaktere sind gut gezeichnet und man sympathisiert sehr schnell mit der Hauptperson Sonea. Es fehlt aber auch nicht an interessanten bösen oder undurchschaubaren Charakteren.
Die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Sicht Soneas und der der Magier geschildert, sodass der Leser zwar die Interessen und Beweggründe beider Seiten kennt, aber immer noch mitfiebern kann, ob es schließlich zu einem Aufeinandertreffen bzw. einer Einigung zwischen ihnen kommt.
An keiner Stelle des Buches treten unangenehme Länge auf, wodurch das Buch für mich durchgehend spannend blieb. Auch meinem sonst eher lesescheuen Bruder (
) hat das Buch sehr gut gefallen (er hat sich sogar noch die beiden Folgebände zugelegt).
Einen weiteren Pluspunkt ergattert sich „Die Rebellin“ durch das beigefügte Kartenmaterial und das Glossar für Begriffe aus Canavans Fantasy-Welt (auch wenn die meisten Begriffe schon im Text erklärt werden und es eigentlich nicht so viele sind).
Mein Fazit ist, dass ich eigentlich rund um zufrieden bin mit Canavans erstem Roman
Ich freue mich schon auf die Folgebände.
Thursday, April 16. 2009
Vampire schlafen fest – Charlaine Harris
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
englischer Titel: All together dead
Seiten: 400
Verlag: Dtv
ISBN: 978-3-423-21068-3
Aus der Sookie Stackhouse Serie:
Vorrübergehend tot
Untot in Dallas
Club Dead
Der Vampir der mich liebte
Vampire bevorzugt
Ball der Vampire
Vampire schlafen fest
Ein Vampir für alle Fälle (erscheint im Juli 09)
Inhalt:
Wieder einmal muss die gedankenlesende Kellnerin Sookie Stackhouse einen Auftrag der Vampire annehmen. Diesmal soll sie die Königin von Louisiana und ihr Gefolge auf eine Vampir-Konferenz begleiten. Unter anderem soll dort der Mord am König von Arkansas, dem im Band zuvor verstorbenen Ehemann der Königin von Louisiana, aufgerollt und verhandelt werden. Doch nicht nur von dieser Seite könnte es Probleme geben…
Über die Autorin:
aus dem Buch: Charlaine Harris lebt mit ihrer Familie in Arkansas. Sie ist eine unersättliche Leserin, gemäßigte Cineastin und gelegentliche Gewichtheber. Charlaine Harris hat zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht. Ihre Vampirromane wurden nicht nur mit dem begehrten Anthony Award, sondern auch mit dem Sapphire Award für SF Romance sowie dem französischen Preis „Les Romantiques“ für die beste Heldin ausgezeichnet und kam in in die Endauswahl u.a. für den Agatha Award und den Compton Crook Prize.
Homepage:http://www.charlaineharris.com/
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn es ist schon einige Zeit her, dass ich den letzten Band aus der Sookie Stackhouse Reihe gelesen habe (s. Jahresbilanz). Und ich wurde nicht enttäuscht. Wieder mal hat Charlaine Harris eine interessante und spannende Geschichte gesponnen, bei der man sich einfach zurücklehnen kann und sich ganz dem Lesefluss hingeben kann. Anfangs hatte ich zwar wiedermal kleine Probleme mich mit dem Schreibstil anzufreunden, aber das hatte ich bis jetzt bei fast jedem ihrer Bücher (ich glaube, mitten in der Serie wurde auch der Übersetzer gewechselt), doch nach den ersten 20 Seiten konnte ich das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen.
Ich muss zugeben, dass bei den Vampirromanen von Charlaine Harris die Entspannung beim Lesen und der einfach simple Lesespaß mein Augenmerk fast vollkommen einnehmen, sodass ich gerne auch schon mal über ein paar übertriebene Stellen oder kleinere Ungereimtheiten hinweg sehe ![]()
Also wer’s nicht immer so genau nimmt und Spaß an Vampirromanen mit einem Tick Kriminalgeschichte und Romantik hat, für den ist auch dieser Band der Sookie Stackhouse Serie empfehlenswert.
Thursday, April 9. 2009
Sanctum – Markus Heitz
Sprache: Deutsch
Seiten: 624
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3-426-63979-5
Inhalt:
Eric von Kastell verschlägt es im Folgeband von Ritus nach Rom, die Ewige Stadt, wo er hofft seine Geliebt Lena wiederzufinden und herauszubekommen, was es mit der geheimnisvollen Schwesternschaft auf sich hat.
Auch Jean Chastel und Gregoria machen sich auf den Weg nach Rom, um zum einen den Comté deMorangiés und Gregorias Mündel zu finden. In Rom begegnen sie alten wie auch neuen Feinde, aber auch neuen Verbündeten.
Langsam wird auch klar welche Verbindung zwischen Eric und den Abenteurern aus dem Gévaudan besteht.
Über den Autor:
Meine Meinung:
Die Fortsetzung von Ritus, wieder ein actionreicher Urban-Fantasy-Roman aus Heitz’ Feder.
Alle Parteien, sowohl in der Vergangenheit, wie auch in der Gegenwart befinden sich zu Anfange des Romans auf dem Weg nach Rom, da alle Spuren der Feinde auf die Ewige Stadt zu weisen scheinen. Die Gassen und Straßen Roms bieten Heitz auch eine ausgezeichnete Grundlage für rasante Verfolgungsjagden und wilde Gefechte, sie es mit Autos oder zu Fuß, mit neumodischen Maschinengewehren oder mit Musketen und Messern.
Auch neue interessante Charaktere bereichern Sanctum. So bekommt Gregoria noch weitere starke Frauenfiguren zur Seite gestellt und auch Eric macht neue Bekanntschaften. Aber auch längst vergessene Personen bekommen wieder eine wichtigere Rolle.
Die gesamte Story bekommt im Laufe des Buchs immer mehr Schwung, was auch am stetigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart deutlich wird (in Ritus wurde ja eher das Gewicht auf die Geschichte des Gévaudan gelegt). Eigentlich wartet am Ende eines jeden Kapitels ein kleiner Cliff-hanger.
Ein kleines Manko mag sein, dass die ganze Sache gegen Ende doch etwas überdreht und zu voll gepackt mit schießwütigen und brutalen Charakteren wirkt. Allerdings reden wir hier ja auch von einem Urban-Fantasy-Roman, da darf’s dann auch mal so sein, denke ich. Mir persönlich war es am Ende dann doch etwas zu viel, auch wenn die Auflösung der Geschichte sehr interessant gestrickt war.
Das Bonusmaterial war, wie beim ersten Teil, sehr interessant und auf jeden Fall lesenswert. ![]()
Insgesamt hat mir Ritus doch ein kleines bisschen besser gefallen als Sanctum, aber zusammengenommen bilden beiden Bücher ein gut gelungenes Werk mit spannender Story, gut ausgefeilten Handlungssträngen und vorallem einem sehr angenehmen und passenden Schreibstil. Wer allerdings nicht auf wilde Actionfilme bzw. viel Schießerei und auch den ein oder anderen Toten steht sollte hier lieber die Finger von lassen.
Empfehlen würde ich, beide Bücher möglichst zeitnah zu lesen. Teilweise musste ich nämlich stark überlegen, wie die Personen nochmal zusammenhingen. ![]()
Sunday, February 1. 2009
Trigun Vol. 1 – Yasuhiro Nightow
Sprache: Englisch
Originalsprache: Japanisch
Seiten: 360
Verlag: Dark Horse Comic
ISBN: 978-1-593-07052-6
Inhalt:
Auf einem weit entfernten Wüstenplanet hat die Menschheit ein neues Zuhause gefunden. Einige noch erhaltene Power Plants (Kraftwerke mit seltsamen Wesen im Inneren) sichern das Überleben auf diesem unwirtlichen Planeten, um sie herum haben sich Städte gebildet. Doch eines Tages wird eine dieser Städte, July, komplett dem Erdboden gleichgemacht. Ein Mann namens Vash the Stampede oder auch Humanoid Typhoon (menschlicher Taifun) wird dafür verantwortlich gemacht und man setzt ein Kopfgeld von $$60 billion double dollars (die Währung auf dem Wüstenplaneten) auf ihn aus. Von da an wird Vash von vielen Kopfgeldjägern verfolgt, die eigentlich hauptsächlich für die Schneise der Zerstörung verantwortlich sind, die er hinter sich herzieht, denn Vash selbst ist eigentlich ein Pazifist.
Meine Meinung:
Zu allererst muss ich sagen, dass ich bevor ich mit dem Manga begonnen habe, den Anime gesehen habe und erst dadurch überhaupt auf die Idee kam mir den Manga zu besorgen. Die Abwechslung zwischen Witz und Ernst während der Story hat mich gefesselt und macht sie zu etwas besonderem. Der Hauptcharakter Vash wird einem sofort sympathisch und tut einem teilweise doch schon sehr Leid, weil er eigentlich immer unverschuldet in irgendwelche Schwierigkeiten kommt. So kommen zum Teil sehr witzige Szenen zustande. Auf der anderen Seite hat Vash eine feste Vorstellung vom Leben und lebt seine pazifistische Vorstellung bis zum Äußersten.
Der erste Band gibt schon einige kleine Einblicke in Vashs Vergangenheit und zeichnet Vashs Charakter deutlich ab. Aber man merkt deutlich, dass es der Eröffnungsband ist, da man fast gar keine Antworten zu den Personen oder den Orten erhält. Das Ende ist relativ offen.
Der Zeichenstil wechselt von sehr detailreichen Gesamtüberblicken zu rasanten Kampfszenen. Teilweise werden auch Handlung oder Gesichtsausdrücke stark vereinfacht dargestellt (besonders in den witzigeren Szenen). Der Stil hat mir insgesamt sehr gut gefallen, allerdings waren einige der dargestellten Bewegungen schwer nachzuvollziehen und ich würde sagen, dass mir da das Vorwissen aus dem Anime sehr geholfen hat, da ich dadurch schon einigen Szene kannte und die Darstellung im Manga besser interpretieren konnte. Wer den Anime nicht kennt, könnte damit eventuell seine Probleme haben.
Anmerkung zur Serie:
Eigentlich war Trigun Vol. 1 zuerst in zwei Bänden erschienen, aber ist später dann als ein Doppelband erschienen (verlinkte Ausgabe). Genauso verhält es sich mit Trigun Vol. 2. Nach diesen beiden Bände wird die Serie als „Trigun Maximum“ weitergeführt, da zwischendurch ein Verlagswechsel stattgefunden hat. Soweit ich weiß, sind die ersten zwei Bände von Trigun und vier Bände von Trigun Maximum auch auf Deutsch im Carlsen Verlag erschienen. Die Übersetzung wurde dann allerdings vorerst eingestellt.
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