Anlässlich meines aktuellen Buchs möchte ich noch eine Rezi nachreichen, die ich total verpennt hatte. Mein aktuelles Buch ist nämlich der Folgeband 
Donna Boyd – Das Haus der Wölfe
Sprache: Deutsch
Seiten: 448
Verlag: Bertelsmann Club
ISBN: 978-3442353842 (ISBN der Blanvalet-Ausgabe)
Inhalt:
New York, in der Gegenwart: Ein blutiger Anschlag auf eins seiner Labors bringt den jungen Werwolf Nicholas Devoncroix völlig aus der Fassung. Nur mit großer Mühe kann sein Vater ihn beruhigen und davon abhalten seinen Rachedurst an den Menschen auszulassen. Im Laufe ihres Gesprächs erzählt Alexander seinem Sohn eine Geschichte aus seiner eigenen Jugend. Sie handelt von seinem Treffen mit der Menschenfrau Tessa, seinem Aufstieg zum Rudelführer und einem verhängnisvollen Fehler.
Meine Meinung:
Zuerst wird man mitten in die Handlung geworfen, ein Labor, das in Trümmern liegt und ein wütender junger Werwolf. Doch eigentlich geht es in diesem Buch gar nicht um den Vorfall im Labor, sondern um eine viel ältere Geschichte, die von Alexander Devoncroix und der Menschenfrau Tessa. So besteht auch der Hauptteil aus dieser Geschichte. Der Vorfall im Labor kommt nur ganz am Anfang und am Ende vor.
Die Geschichte von Alexander ist sehr malerisch und detailreich. Man wird in das Frankreich des 19. Jahrhunderts entführt und in die Welt der Werwölfe, die als Parallelgesellschaft unter den Menschen leben, diese aber eher mit Abscheu und Arroganz betrachten. Die Einführung in die Werwolf-Welt erfolgt im Laufe des Buches immer stückweise, sodass es einem sehr leicht fällt alle Einzelheiten aufzunehmen und der Geschichte zu folgen. Die Geschichte an sich ist sehr interessant und enthält auch einige Wendungen.
Die Charaktere sind durchweg gut ausgearbeitet, auch wenn einige doch noch etwas flach wirken. Im Laufe des Buches ging mir die Figur der Tessa extrem auf den Geist, weil sie sehr neugierig, aufmüpfig und zudem auch noch etwas naiv ist.
Mir wurde ein wenig oft erwähnt, dass Werwölfe ja soviel besser sind als Menschen, allerdings liegt das daran, dass alle Werwölfe dies Tessa ständig vorhalten und es somit sehr oft erwähnt wird. Es gehört halt irgendwie mit zum Buch.
Der Stil von Donna Boyd wirkt sehr geschwollen, was allerdings sehr gut zur Geschichte passt und mich persönlich ein bisschen an Anne Rice erinnert. Ich fand es durchaus positiv.
Fazit: Ein gutes Buch, das sich gut und entspannt lesen lässt. An einigen Stellen hätte es besser sein können, aber das stört den Gesamteindruck des Buches nicht.
Anmerkung:
„Das Haus der Wölfe“ ist in allen Auflagen vergriffen und ich hatte Glück mein Exemplar günstig bei Ebay ersteigern zu können. Ansonsten sind die Preise für dieses Buch doch schon ziemlich gepfeffert.
Im Moment lese ich die Fortsetzung „Die Schneewölfin“ – Rezi folgt.
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