Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: The Painted Man
Seiten: 800
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-52476-7
 
Inhalt:
Das Lied der Dunkelheit spielt in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt, in der jede Nacht die Dämonen aus dem Horc, einem Platz ähnlich der Hölle, heraufsteigen. Ständig müssen die Menschen mit Angriffen der Dämonen rechnen, die Verluste sind groß.
Die meisten Menschen haben resigniert und verschanzen sich nur noch bestmöglich in ihren Behausungen, wenn die Dämonen des nachts kommen.
Als der junge Arlen mitansehen muss, wie sein Vater tatenlos zusieht, wie seine Mutter von den Dämonen angegriffen wird, beschließt er fortzulaufen, um nach Menschen zu suchen, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und kämpfen…+
 
Meine Meinung
Das Lied der Dunkelheit ist aufgeteilt in drei Geschichten dreier junger Menschen, die in einer Welt aufwachsen, die von der Angst vor den Horclingen, den Dämonen aus dem Horc, geprägt ist. Nach und nach beginnen sie zu begreifen, dass Rückzug nicht immer die beste Verteidigung ist und so nimmt die Geschichte um den Kampf für die Menschheit ihren Lauf.
Peter V. Brett hat eine sehr interessante Kulisse geschaffen. Viele neue Fantasy-Elemente finden sich in seinem Werk. Es ist schön, dass er von den altbekannten Fantasy-Wesen und der bekannten Magie abweicht und seine eigene Welt erschafft.
Durch den Wechsel zwischen den drei Hauptfiguren treten recht selten Längen auf. Manchmal hatte ich allerdings das Verlangen eine Geschichte zu überblättern, da die andere in diesem Moment viel spannender war.
Ein klein wenig genervt hat mich die in Fantasy-Büchern doch recht übliche Einflechtung einer Glaubensrichtung, die von ihrer Art sehr an das mittelalterliche Christentum erinnert.
Vom Sprachstil hält sich Peter V. Brett recht schlicht, es kommen kaum neue Fantasy-Sprachen vor. Wenn eine fremde Sprache gebraucht wird, wird sie auch direkt im gleichen Satz erläutert, sodass ein Glossar nicht vonnöten ist.
Ein nettes Gimmick ist die Karte vorne im Buch, an der man gut die einzelnen Stationen der Geschichte nachvollziehen kann (ich liebe Karten bei Fantasy-Büchern
)
 
Bewertung:
Insgesamt ist Das Lied der Dunkelheit ein gut lesbares Fantasy-Buch. In der Mitte weist es ein paar kleine Längen auf, ansonsten ist es jedoch recht flüssig zu lesen. Ich werde mir die Fortsetzung (es ist wohl eine Trilogie) jedenfalls besorgen. Dafür gibt es dreieinhalb Katzen.
