Gestern bin ich endlich dazu gekommen mit meinem Freund den Film „Oben“ anzuschauen – in 3D. Mit sauteurem Popcorn und genug Wasser im Gepäck (Popcorn macht verdammt lustig), holten wir uns unsere 3D-Brillen ab und ließen uns in unsere Kinositze plumpsen. Auch wenn der Film schon etwas läuft war auch abends um 8 das Kino noch recht voll (vorallem für einen eigentlichen Kinderfilm).
Meine 3-D-Brille hatte ich schon etwas skeptisch beäugt, schließlich bin ich Brillenträger und zwei Brillen übereinander können eigentlich nicht bequem sein. Genau so war es auch, zumindest bei mir. Mein Freund (ebenfalls Brillenträger) kam viel besser damit zurecht. Vielleicht lag’s ja auch an meiner komischen Nase?
Die Vorschau für den nächsten Meerschweinchen-Agenten-Film (keine Ahnung wie er wirklich heißt) und der Pixar-Kurzfilm „Teilweise wolkig“ (saukomisch, ich hab Tränen gelacht) waren in 3D schonmal ein sehr guter Vorgeschmack darauf, wie 3D im Kino wirkt – einfach genial!
Auch bei „Oben“ ist die 3D-Sicht wunderbar und passt super zum Geschehen im Film. Noch nie war Kino so plastisch
„Oben“ selbst war wunderschön. Die ersten 10 Minuten des Films sieht man das Leben Carls an sich vorüberziehen. Dabei kommt dieser Teil mit extrem wenig Dialog daher und wird durch leichte Klaviermusik passend zur Geschichte untermalt.
Nachdem man so einen Einblick in Carls Leben bekommen hat wird man in seine Realität eingeführt: Allein und verbittert lebt Carl in seinem kleinen Haus inmitten einer Großbaustelle. Trotz mehrfacher Angebote weigert er sich allerdings sein geliebtes Haus und damit die Erinnerungen an seine Frau einfach zu verlassen. Nach einem unglücklichen Vorfall muss Carl jedoch schnell eine Lösung finden, damit man ihn nicht doch ins Altenheim steckt und so bindet er tausende Helium-gefüllte Luftballons an sein Haus. Er will endlich die Paradiesfälle suchen, nach denen seine Frau und er sich in ihrer Jugend so sehnten.
In seinem Eifer hat Carl aber nicht bemerkt, dass der kleine Pfadfinder Russel, der Carl vorher schon einmal auf den Geist gegangen ist, sich auf die Veranda geschlichen hatte. Notgedrungen nimmt er den Jungen erstmal mit – alle Absetz—Versuche scheiterten kläglich.
Zusammen erleben Carl und Russel dann ein spannendes Abenteuer und lernen ein paar urkomische tierische Freunde kennen.
Immer wieder glänzt der Film mit kleineren und größeren Gags, aber auch die leisen traurigen Töne kommen hin und wieder mal zum Zuge.
Eine Reihe vor mir beschwerte sich eine Frau bei ihrer Freundin, wie unrealistisch der Film denn teilweise wäre. Naja, wenn man Realismus erwartet sollte man vielleicht nicht in solche Filme gehen, denn eigentlich stand von vorneherein fest, dass „Oben“ die kindliche Seite in uns anspricht
Allen die jetzt Lust auf den Film bekommen haben, wünsche ich jetzt schonmal Spaß beim Anschauen (versucht wirklich eine 3D Vorstellung zu erwischen)
Ich wollte mit meiner Schwester Coraline in 3D anschauen, in unserem Kino ging’s aber leider nicht.
Oben ist schon putzig…
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