Im Zuge einer Leserunde den Eulen habe ich Tochter der Dunkelheit von Tanya Carpenter, die die Leserunde auch begleitet hat (Link), gelesen.
Inhalt:
In dem Buch geht es um die junge Hexe Melissa, die durch unglückliche Umstände bei einem magischen Orden, den Ashera, Unterschlupf suchen muss. Sie wir sehr freundlich aufgenommen und erkennt schnell, dass ihre Vergangenheit, von der sie nur sehr wenig weiß, eng mit der Ashera verknüpft ist. Doch es gibt auch weniger freundliche Menschen, die Melissa nach dem Leben trachten. Da ist es gut, dass sie Unterstützung von einem Vampir, Armand, erhält.
Meine Meinung:
Zuerst will ich eine Kleinigkeit zum Cover loswerden: Das Buch besitzt ein sehr ungewöhnliches Format und ist broschiert. Trotzdem war der Preis (stolze 19.50 €) nicht ohne
Ansonsten ist das Cover sehr schön gestaltet und passt perfekt zum Buch
Die Geschichte um Melissa Ravenwood beginnt sehr rasant. Innerhalb der ersten 70 Seiten passiert soviel, dass man doch erst einmal etwas verwirrt ist. Zudem wirken die Charaktere anfangs noch etwas flach. Doch wenn man erst einmal weiterliest ändert sich dies doch recht schnell. Auch die Story wird immer interessanter und abwechslungsreicher (leider manchmal auch etwas vorhersehbar).
Jeder Charakter hat etwas für sich typisches. Um Armand als Beispiel zu nennen: Er ist unverkennbar dank der französischen Sätze die er immer wieder einfließen lässt. Hierbei hat mich nur irgendwann ab Mitte des Buches gestört, dass die Sätze auch immer auf deutsch wiederholt wurden, was aber leider unumgänglich ist, da ja nicht jeder Französisch versteht.
Die Geschichte an sich hat ihre Höhen und Tiefen und oftmals habe ich mich auch sehr über das Verhalten der Figuren geärgert. Vorallem Melissa hat mich so manches mal mit ihrer Naivität auf die Palme gebracht.
Mir hat gefallen, dass teilweise eine Anlehnung an die Anne-Rice-Romane zu erkennen war. Wer diese nicht mag, dem würde ich Tochter der Dunkelheit nicht unbedingt ans Herz legen.
Insgesamt ist “Tochter der Dunkelheit” ein gutes Buch, das auch in der Leserunde gut angekommen ist, nicht zuletzt auch wegen der netten Begleitung durch die Autorin. Den Preis fand ich etwas happig für gute, aber nicht unbedingt sehr gute Unterhaltung.